La Muda Medievale diventa locanda

San Boldo: a town joins forces to buy it

La Muda - Restaurant

La Muda- Bar Area

Die ehemalige Muda wird zum Gasthof (Balanza)

Eine tausend Jahre alte Geschichte, die man heute, dank dem Engagement und der Liebe von dreizehn Dorfbewohnern zu ihrer Heimat wieder zum Leben erweckt wird.

Sie verbindet die drei Wappen auf den Mauern der antiken «muda » zwischen den Provinzen Treviso und Belluno an einem vergessenen Verkehrsweg für Menschen und Waren. Die Straße, die bis Beginn des 20. Jh. der Canàl de san Bòit war – ein schwieriger Weg zwischen den Voralpen von Treviso und der Valbelluna – wurde im Winter 1917 von den Österreichern in einen Fahrweg umgebaut.

Hundert Tage Arbeit, geschundene russische Gefangen und Frauen von Tovena. Auf der Anhöhe des San Boldo Passes, zwischen Cison di Valmarino und Trichiana, lag die Muda del Mille. Hier fanden die Reisenden Unterkunft und zahlten den Zoll für die transportierten Waren. Die Wappen: von Belluno, Venedig und des Podestà Venier. Drei Provinzen, vereint durch Handel von Waren, für die hier obligatorisch Zoll bezahlt werden musste, und die heute ihre Kräfte vereinen, um das mittelalterliche Gebäude von misslungenen Restaurierungsarbeiten und den Zeichen der Zeit zu befreien, die die Landschaft Venetiens generell zum Teil stark beeinträchtigten.

Ehemaliges Zollgebäude und Gästehaus, dann Hotel und bis vor wenigen Jahren die Osteria Da Teresa, war das Haus zum Verkauf gestellt.

Von außen versprach es wenig. Ein unbedeutendes Gebilde. Brettstapeldecken, Spuren einer der letzten Restaurierungsarbeiten in den 1970er Jahren. Doch die Bewohner der Gegend kannten das Gasthaus gut. Sie hatten viel vor. Bücher, Studien, Recherchen auf der Suche nach Zeugnissen, die ersten stammen aus de 13. Jh. - und Drucke. Überzeugt von der Tatsache, dass das Gebäude zur Geschichte des Passo San Boldo gehörte. Es irgendwelchen Unbekannten zu überlassen, vielleicht sogar großen Immobilieninvestoren, die dem Gebäude seine Seele nehmen, wäre ein Verbrechen gewesen. So beschloss eine Gruppe von dreizehn Venezianern, Bellunesern und Trevisern die Gründung einer Gesellschaft und kaufte das ehemalige Zollhaus, darunter Önologen, Hausärzte, Gastronomen der Region, einfache Bürger, die ihre Heimat und ihre Geschichte lieben.

“Wir hatten Angst, dass die neuen Käufer alles abgerissen hätten”, so eine der Gesellschafter, Barbara Schimdt, “deswegen haben wir es gekauft, mit der Idee, es in seinen ehemaligen Zustand zurück zu versetzen”.

Mit dem Pickel in der Hand, begannen die Mitglieder der Gruppe, in der Vergangenheit des Gasthauses zu graben. Sie fanden mittelalterlichen Putz, romanische Mauern, antike Weihwasserbecken, das die Bischöfe auf ihrer Reise von Belluno nach Treviso nutzten, Kamine aus dem 15. und 16. Jh., Bögen, mittelalterliche Dekorationen und Felsinschriften. Mit der Restaurierung betraute man Experten. Heute ist der Gasthof einsatzbereit. Mit der Feuerstelle mit einem der Kamine und mit Barbereich. Verkauft und verarbeitet werden ausschließlich lokale Erzeugnisse, ein Geschäft wird Speisen der Region verkaufen, von den Bohnen aus San Boldo bis zur “Polenta sponcia”.

Und im Laufe der Restaurierungsarbeiten werden die Räume des Restaurants und die Zimmer des antiken Gasthofs eröffnet. Auch die Bögen geöffnet und der Putz aus jüngerer Zeit wurden entfernt, damit auch von außen die antiken Steinmauern zu sehen sind. Um anzufangen, wie es früher einmal war, mit drei «mudare» hinter dem Tresen, die Grappa und Wein verkaufen.


Osteria La Muda di San Boldo
Via San Boldo 2
Cison di Valmarino (TV) - Italy
Tel. +39 0437 757253

Öffnungszeiten
Mittwoch-Donnerstag: 18 – 23 Uhr
Freitag, Samstag, Sonntag: 11 – 23 Uhr Montag und Dienstag Ruhetag

Koch: Uwe Schroeder




La Ricetta

Wildschwein süßsauer für 10 Personen
Merlot 2008 - Case Bianche

Merlot 2008
Case bianche

Das Wildschwein in große Stücke schneiden und in Rotwein, Essig und einen EL Zucker einlegen und 24 Stunden marinieren.

Das Fleisch aus der Marinade nehmen und gut mit Küchenpapier abtrocknen, salzen und pfeffern und mit etwas Mehl bestäuben, das Ganze in Olivenöl anbraten. Wenn das Fleisch gut angebraten ist, das Fleisch und die restlichen Zutaten aus dem Topf nehmen und darin dann das Gemüse anbraten und die Marinade eingießen. Das Fleisch zu dem Gemüse und der Marinade wieder zurück in den Topf geben, Gewürze dazu geben und auf niedriger Flamme für 2 Stunden garen.

Da das Fleisch unterschiedliche Garzeiten haben kann, sollte es ab und zu kontrolliert und bereits gegarte Stücke heraus genommen werden. In der Zwischenzeit können die Zwiebeln mit Zucker und Essig karamellisiert werden.

Zum Schluss das ganze Fleisch erneut in den Topf geben, die Rosinen und die gehackten Pflaumen einrühren und für etwa 1 Minute garen. Das Gericht mit den karamellisierten Zwiebeln und ein paar Pinienkernen garnieren.